Pferde
Spanisches Pferd

Reitunterricht in der spanischen Reitweise in Spanien

8.03.2019
Klassische iberische Reitweisen
Die Reitstile in Spanien sind genauso unterschiedlich wie die in Deutschland. Allerdings ist die Arbeit mit dem Pferd in Spanien nicht ein reiner Freizeitsport, sondern ein ursprünglicher Bestandteil des ländlichen Lebens und damit ein wesentliches Stück Kulturgut. Das Reiten drückt sowohl Perfektion und Stolz, als auch Lebensfreude und Spaß an der Bewegung in der freien Natur aus.
Doma Classica:
Dies ist Dressur-Ausbildung in höchster Vollendung, wie in der bei uns bekannten Turnierreiterei. Voraussetzung ist die Versammlung der klassischen Lektionen und außerdem der spanische Schritt. Er gilt als Vorbereitung zur Hohen Schule, wie sie aus den bekannten spanischen Reitschulen in Mitteleuropa bekannt sind.
Alta Escuela:
Bei uns die Hohe Schule genannt, ist dies heute keine typische spanische Reitweise mehr, sieht man vom Spanischen Ritt und dem Spanischen Trab einmal ab. Die Spanier waren jedoch die ersten Reiter, die ihre Pferde in einer Versammlung reiten konnten. Und die Wiener Hofreitschule wurde bezeichnenderweise mit Pferden spanischer Abstammung gegründet. In dieser Reitkunst können alle Lektionen der Doma Classica sowie die typischen Lektionen der anderen spanischen Reitweisen wiedererkannt werden.
Dass bei dieser Art von Reitkunst ein hohes Vertrauen des Pferdes in die Fähigkeiten des Reiters vorhanden sein muss, erklärt sich von selbst. Eine besondere Kunst ist die Arbeit der Pferde am langen Zügel und zwischen den Sektionen. Für diese Arbeit muss der Reiter seine Kunst gut verstehen, und es gibt Wenige die das beherrschen.
Doma Vaquera Reitkurs:
Dies ist die Bezeichnung für die Reitweise der berittenen Hirten, die schon im 17. Jahrhundert in Andalusien erwähnt wurde. Hierbei werden die Rinderherden bewacht oder getrieben, einzelne Tiere aussortiert oder die Eignung der jungen Stiere getestet. Ähnlich wie beim Westernreiten setzt sie sich im wesentlichen aus Schritt und Galopp zusammen und wird einhändig geritten. Wichtige Grundlagen sind dabei Traversalen, Piouretten, schnelle Starts und Stopps im Galopp, Versammlungen und Galoppwechsel. Schnelligkeit und Wendigkeit des Pferdes sind dabei besonders wichtig. Der Zügel spielt nur eine geringe Rolle, der Reiter arbeitet das Pferd mit Gewichtsverlagerung und mit Hilfe der Schenkel. Dazu kommt das Arbeitsgerät der Hirten - die Garrocha - eine drei Meter lange Holzstange, die zum Selektieren der Jungstiere und zur Prüfung der Agressivität genutzt wird.
Die Doma Vaquera kann als rasante Showeinlage auf vielen Pferdesportveranstaltungen erlebt werden. Viele Reitschüler in Deutschland träumen von diesem Tanz mit dem Pferd, der Leichtigkeit und der Einheit von Pferd und Reiter.
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